„Die Gefahr aus der Tiefe“ kann mich schon allein aufgrund des für mich sehr gelungenen Covers begeistern. Aber auf den Inhalt kommt es an – und ob dieser mich ebenfalls freudig stimmt, lest ihr in meiner Hörspiel-Review zu Folge 13 von Masters of the Universe aus dem Hause RETROFABRIK.
Worum geht’s?
„König Randor und seine Frau Marlena stechen mit der königlichen Yacht in See. Doch die Reise entwickelt sich anders als erwartet. Mer-Man, der Herr der Meere, sucht nach seiner Niederlage in Moraturia Vergeltung. Er plant, Sh‘Gora zu erwecken, den Schrecken der Tiefe. Und der Meeresdämon verlangt ein Opfer. He-Man muss erneut den Tag retten. Und seine Familie.“ (Quelle: RETROFABRIK)

Die Gefahr aus der Tiefe
Aufmerksame Heldenchaos-Leser wissen, dass mir Folge 12 (lies hier meine Hörspiel-Review) aus den genannten Gründen nicht besonders gut gefallen hat. Umso gespannter war ich nun auf Folge 13: „Die Gefahr aus der Tiefe“.
Seit der Ankündigung dieser Folge stach mir bereits ein positiver Punkt buchstäblich ins Auge: das Cover! Es hat mich direkt richtig gut abgeholt und große Lust auf das fertige Hörspiel-Abenteuer gemacht.
Vor allem, dass ein ScubAttack zu sehen ist, ließ mein 80er-Jahre-Nerd-Herz höherschlagen.
In den ersten Minuten der neuen Folge schlichen sich dann viele weitere positive Gefühle in mein Nerd-Herz.
Oliver Rohrbeck – er war in einer ganz kleinen Nebenrolle in „Der feurige Eisvogel“ aus den alten Masters of the Universe-Hörspielen von EUROPA zu hören – hat Karriere gemacht und ist nun in „Die Gefahr aus der Tiefe“ zum Kapitän befördert worden. Ein sehr schönes Easter Egg, das ich richtig gefeiert habe. Den Weg zu den goldenen Insel sollte er also aus den Effeff kennen.
Auch dass Matena ein Siegerty ist, dürfte dem einen oder anderen direkt eine schöne Erinnerung an „Mekaneck und das Erbe des Grauens“ bescheren. Ich erwarte einen Konter von Stratos in der nächsten Hörspielfolge der RETROFABRIK. ;)
Dass He-Man dank eines Zaubers von Orko unter Wasser atmen kann, erinnerte mich sehr an Jan Tenner und ein Serum von Professor Futura.
Der Anfang lässt also vor allem mich als alten Masters-Fan frohlocken. Aber wie schaut es mit dem eigentlichen Abenteuer aus?
Was ich toll finde
Toll finde ich, dass die Helden neben He-Man dieses Abenteuer zum ersten Mal mehr oder weniger im Alleingang bestehen.
Zwar hat He-Man seine starken Auftritte, aber Man-At-Arms, Mekaneck, Fisto, Man-E-Faces und all die anderen Helden hätten dieses Abenteuer auch ohne den Stärksten der Starken gemeistert. Finde ich richtig gut!
Sehr atmosphärisch fand ich vor allem den Kampf unter Deck gegen Mer-Mans Schergen und die Flucht mithilfe des ScubAttack. Das hatte etwas von Der Herr der Ringe und den Minen von Moria.
Am Ende, wenn man via Sonor hört, wie Sh’Gora der Unterwasserstation immer näher kommt, erinnert mich das inhaltlich ein wenig an Aliens.
Es gibt definitiv schlechtere Inspirationen!
Auch Mer-Mans Auftritt hat mir nach Folge 12 besser gefallen, sodass ich über den Charakter nur wenig zu meckern habe.
Dass Königin und König wieder deutlich mehr in Erscheinung treten, hat mir sehr gut gefallen.
Grundsätzlich ist die Handlung sehr spannend und atmosphärisch aufgeladen. In meinen Ohren sogar mehr als in den vergangenen Folgen. Sehr gut!

Was ich weniger toll finde
Wie heißt es so schön?! Wo Licht ist, ist auch Schatten! So auch in „Die Gefahr aus der Tiefe“.
Leider ist das Sounddesign unter Wasser in selbiges gefallen. Es klingt zu dumpf und nicht richtig abgemischt. Habe ich Folge 13 zunächst über Lautsprecher gehört, fiel das Problem leider auch beim Hören mit Kopfhörern für mich ins Gewicht.
Ich verstehe total, dass sich Dinge unter Wasser anders anhören. Ein Blubbern mit ohne all zu viel Dumpf (könnt ihr mir folgen?) wäre in meinen Ohren aber hörenswerter und würde das Unterwasser-Gefühl trotzdem transportieren. Wäre toll, wenn man das für zukünftige Wasser-Abenteuer ändern könnte.
Habe ich Mer-Mans Auftritt gelobt, werde ich trotzdem mit seiner Stimme nicht warm. Der Sprecher gibt alles, aber bei mir will der Funke aufgrund seiner Stimmfarbe nicht so recht überspringen. Das ist am Ende natürlich Geschmackssache – für mich persönlich allerdings schade, aber letztlich verschmerzbar und nicht als Vorwurf zu verstehen.
Das Ende der Folge kommt mir – gerade nach dem ganzen Spannungsaufbau – doch etwas zu schnell und einfach. Irgendwie hätte ich mir hier noch etwas mehr Wumms gewünscht. Aber auch das ist Geschmackssache.

Die Sprecher und Sprecherinnen
- Matthias Brinck (Regie)
- Gunnar Sadlowski, Alex Streb und Mathias Gall (Autorenteam)
- Mira Kempf (Sounddesign, Schnitt und Mischung)
- Musik: Benjamin Hübbertz-Ivartnik
- Cover: Reyad Yousri
- Illustrationen: Karsten Klintzsch
- Erzähler: Patrick Messe
- Prinz Adam/He-Man: David M. Schulze
- Teela: Lisa Cardinale
- Cringer/Battle Cat: Pat Zwingmann
- Man-At-Arms: Achim Buch
- Orko: Matthias Brinck
- Fisto: Jens Wendland
- Clamp Champ: Tino Kießling
- Mekaneck: Omid-Paul Eftekhari
- Man-E-Faces: Peter Laupenmühlen
- Königin Marlena: Victoria Sturm
- König Randor: Viktor Pavel
- Buzz-Off: Patrick Kropp
- Trap Jaw: Daniel Welbat
- Tri-Klops: Detlef Tams
- Clawful: Erik Schäffler
- Mer-Man: Dirk Hardegen
- Nautus: Mathias Bauer
- Fluvius: Christoph Walter
- Kapitän: Oliver Rohrbeck
Ich halte mich kurz: Die Sprecher sind erneut durch die Bank weg top. Kein Grund zum Klagen – ganz im Gegenteil!

Meine Meinung zu Die Gefahr aus der Tiefe
Na, geht doch, liebe RETROFABRIK! Die Folge überzeugt mich durch ihre Spannung, den gelungenen Spannungsbogen, die vielen kleinen Easter Eggs aus den Masters of the Universe-Hörspielen der 80er-Jahre und den Umstand, dass mal nicht He-Man, sondern seine Freunde im Mittelpunkt stehen. Danke dafür!
Leider ist das Unterwasser-Sounddesign für mich etwas ins Wasser gefallen (sorry für das schlechte Wortspiel). Hier darf für meine Ohren bei zukünftigen Badespaß-Abenteuer nachgebessert werden. Ansonsten überzeugen aber erneut Sound, Musik und Sprecherleistungen.
Dass die RETROFABRIK noch das Hörspiel „Die Krone der Ninkasi“ belegt, ist echt cool. Erneut: Danke dafür!
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Info aus Transparenzgründen: Die RETROFABRIK hat mir Folge 13: Die Gefahr aus der Tiefe kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und mein Review hat das in keiner Weise beeinflusst.











