Als Kriegsveteran, Kampfmaschine und Kultfigur zieht John Rambo aka Sylvester Stallone zum fünften und letzten Mal in den Krieg. Ob die Geschichte damit einen würdigen Abschluss findet, liest du in meiner Filmkritik.

Worum geht’s?

„John Rambo (Sylvester Stallone) hat viele große Schlachten in seinem Leben geschlagen – nun soll endlich Schluss sein. Zurückgezogen lebt der Kriegsveteran inzwischen auf einer abgelegenen Farm in Arizona. Doch der einstige Elitekämpfer kommt nicht zur Ruhe. Als die Enkelin seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza) verschleppt wird, begibt sich Rambo auf eine Rettungsmission jenseits der amerikanischen Grenze nach Mexiko. Schon bald sieht er sich dort einem der mächtigsten und skrupellosesten Drogenkartelle gegenüber. Die vielen Jahre im Kampf mögen Rambo gezeichnet haben, aber sie haben ihn nicht weniger gefährlich gemacht.“ (Quelle: Lionsgate)

Vom Farmer zur Killermaschine

Rambo: Last Blood Filmkritik
Rambo: Last Blood, Lionsgate

Bestimmten Krieg und Tot das Leben des ehemaligen Elite-Soldaten John Rambo, hat er sich nun friedlich auf eine Farm in Arizona zurückgezogen. Dort versucht er, trotz seines noch immer anhaltenden seelischen Vietnam-Traumas, noch ein paar friedliche Lebensjahr(zehnte) zusammen mit seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza) und ihrer Enkelin Gabrielle (Yvette Monreal) zu verbringen, die für ihn zur Ersatzfamilie geworden sind.
Aber Rambo wäre kein Rambo-Film, wenn damit Friede, Freude, Eierkuchen herrschen würde.
Als sich Gabrielle nach Mexiko aufmacht, um ihren leiblichen Vater zu suchen und dabei in die Fänge eines gefährlichen Drogen- und Zuhälter-Kartells gerät, muss der in die Jahre gekommene Action-Held zeigen, was er noch drauf hat.

Rambo: Last Blood Filmkritik
Rambo: Last Blood, Lionsgate

Keine Gefangenen!

Der fünfte Teil braucht ziemlich lange, um endlich mal in Schwung zu kommen. Wenn er dann aber endlich an Fahrt aufnimmt, bricht die Action wie eine Urgewalt über den Zuschauer herein.
Alles ist brutal und schonungslos. Rambo agiert dabei wie ein großer, breiter Panzer der alles kaputt macht, was sich in seinen Weg stellt. Nicht ohne Grund hat Rambo: Last Blood eine FSK18 Einstufung erhalten.
Es fliegen Gliedmaßen durch die Luft, dass man meinen könnte, es hier mit einem Slasher-Steifen zu tun zu haben. Hier werden keine Gefangenen gemacht.!

Rambo: Last Blood Filmkritik
Rambo: Last Blood, Lionsgate

Bang, Boom, Pow

Der Fokus liegt klar auf dem Auslöschen von Feinden und nicht auf Dialogen oder den Charakteren. Bis auf John Rambo und mit Abstrichen Gabrielle , haben praktisch alle anderen Akteure nur Nebendarsteller-Tätigkeiten. Manchmal fragte ich mich auch, welche Rolle z. B. eine Journalistin haben soll, weil sie so eindimensional und belanglos ist.
Auch das ist vielleicht nicht weiter schlimm, aber in der heutigen Zeit wirkt Last Blood wie ein Relikt aus den 80ern. Rocky bzw. Creed wurde eleganter und anspruchsvoller in die Neuzeit gehievt.

Rambo: Last Blood Filmkritik
Rambo: Last Blood, Lionsgate

Dialoge my Ass

Der Streifen verplempert viel Zeit mit platten Dialogen, die einem „Was macht das blaue Licht?“, „Es leuchtet blau“ in nichts nachstehen.
Aber Hand aufs Herz: Hier brauche ich auch keine tiefsinnigen Dialoge.
Wer die Action-Streifen kennt, der weiß, was einen da erwartet – oder halt auch nicht.
Für Neuzuschauer können diese philosophischen Ergüsse über Krieg und Frieden aber durchaus für das ein oder andere Aufstoßen sorgen.

Rambo: Last Blood
Kino-Release DE19.09.2019
Filmlänge101 Minuten
FSK18
DarstellerSylvester Stallone, Paz Vega, Sergio Peris-Mencheta, Adriana Barraza, Oscar Jaenada, Joaquin Cosio
RegieAdrian Grunberg
FilmverleihLionsgate
Überblick der Rezensionen
Meine Wertung
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Patrick
Internet-Wellenreiter, Podcast-DJ, Blog-Tipper, Kino-Gänger, Hörspiel-Verschlinger, Schokopudding-Killer.
rambo-last-blood-filmkritikRambo: Last Blood bleibt sich in Form der platten Dialoge samt Story treu und setzt ab der Hälfte des Films einzig auf die Darstellung möglichst brutaler Action, die selbst für John Rambo ungewöhnlich ist. Was das Werk aber vor allem ist: Ehrlich. Denn es verspricht nicht mehr als Oldschool-Action. Der Rest ist Nebensache. „Kopf aus“-Kino in antiquierter Reinkultur. Kann in der heutigen Zeit ab und zu aber nicht schaden.